Auf dieser Seite finden Sie eine Dokumentation über Werk und Leben des Vaters der deutschen Rechtschreibung, Dr. Konrad Duden.
Konrad Alexander Friedrich Duden (* 3. Januar 1829 auf dem Gut Bossigt in Lackhausen bei Wesel; † 1. August 1911 in Sonnenberg b. Wiesbaden) war Gymnasiallehrer und Philologe.
Zeit seines Lebens widmete er sich Fragen der deutschen Sprache und setzte sich für eine logische (Prinzip "Schreib wie Du sprichst") und einheitliche Rechtschreibung ein.
Duden: Nicht zu verordnet, aristokratisch
Das von seinen Gegnern bevorzugte sog. historische Prinzip, welches sich stark an den historischen Wurzeln der Wörter anstatt deren Schreibweisen richtete (so wie heute die angebliche Rechtschreibreform mit dem "Wortstammprizip") und sich an der Schreibung des Mittelhochdeutschen orientierte, lehnte Konrad Duden als aristokratisch und zu verordnet ab.
Schreibe, wie Du sprichst
Er war ein Vertreter einer gemäßigt phonetischen Schreibung, welche sich im Wesentlichen auf die Formel "Schreibe, wie Du sprichst" stützte.
Die Regelung "Schreibe, wie Du sprichst" bezeichnete Duden als demokratisch, da mit ihr jedem - unabhängig von seiner sozialen Herkunft, Stand oder Bildung - das Erlernen der Rechtschreibung am ehesten ermögliche.
Rechtschreibe-"Reformen" ab 1996
Anders die heutige Rechtschreibereform, die haufenweise willkürlich Wörter nach abstrusen Regelungen schreibt, anstatt so, wie man spricht. Z. B. "Auf Grund" getrennt in abgehackten Stakkatodeutsch, anstatt "aufgrund" zusammengeschrieben, so wie man es auch in einem Wort spricht, um nur eines von unendlich vielen Beispielen anzuführen)
Konrad Duden wird sich gegenwärtig vermutlich mehrfach täglich im Grab umdrehen.
Denn dank der widersprüchlichen und unsinnigen (staatlich verordneten) bonapartistischen sog. Rechtschreibreform, welche bezeichnenderweise auch zu über 95 % der von den Nazis entwickelten Rechtschreibereform entspricht, soll nun anders geschrieben werden, als gesprochen wird. Genau das Gegenteil, für das sich Konrad Duden zeitlebens vehement einsetzte.
Wozu ist Schriftsprache da?
Die Schriftsprache ist jedoch dazu da, das gesprochene Wort möglichst leicht leserlich (und verständlich) widerzugeben - und nicht umgekehrt. Man kann daher nicht eine Schreibung staatlich verordnen, die nicht dem entspricht, wie gesprochen wird.
Dank der deutschen Rechtschreibreform, die sich permanent ändert und laufend schamvoll rückgebaut wird (anstatt einfach konsequent zur bewährten Rechtschreibung zurückzukehren), hat es wohl ein Chaos in der deutschen Rechtschreibung, wie es es seit dem 16ten Jahrhundert nicht mehr hatte.